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MTPanel: Ausgabe #2 Halo i bims 1 MTPanel. Wie ein Online-Hype die Markenkommunikation beeinflusst. Vong Sprache her.

Im Juni startete das MTPanel in die zweite Runde und erhob erneut die studentische Meinung in ganz MTP-Deutschland. Wie immer: Knackig und am Zahn der Zeit! So entstanden relevante Daten zu einem aktuellen Marketingthema, das im Moment für viel Diskussionsstoff sorgt. „Halo i bims – 1MTPanel“.
Nein, hier arbeitet keiner mit einer kaputten Tastatur und das Thema der Befragung wurde auch nicht von einem rechtschreibschwachen Erstklässler verfasst. Die Juni-Ausgabe des MTPanels thematisiert den Internet-Hype der letzten Monate, die sogenannte „Vong Sprache“. Was im Internet zunächst als Gag startete, verbreitete sich bald über die komplette Palette der sozialen Medien als Hype unter Jugendlichen und verwandelte sich in ein wahres Sprachphänomen.
Dabei sind die verwendeten Phrasen geprägt von Rechtschreib-und Grammatikfehlern sowie den Begriffen „vong her“ und „i bims“. Auch die Verwendung der Zahl 1 anstelle des Artikels „eins“, übrigens zurückzuführen auf den Rapper Money Boy, darf bei dieser Art des Sprachgebrauchs nicht vergessen werden. Und wie so oft: Der Online-Trend bleibt auch bei Unternehmen nicht lange unentdeckt. So wird der Slang schnell von allerhand Marketingabteilungen eingesetzt und es wird munter getwittert und gepostet...vong Trend her! Das macht nicht einmal vor Instanzen wie vor der Frankfurter Polizei oder dem Duden halt. Die eigentliche Diskussion wird dann aber durch Plakataktionen losgetreten, so etwa die Sparkasse: „Gönn dir ist einfach. Wenn man 1 gute Bank hat vong Vorsorge her.“ 
 
 
Daher stellen wir in der zweiten Ausgabe unseres Panels fünf präzise Fragen rund um dieses Thema. Wir wollten wissen: Wie stehen marketingbegeisterte Studenten zur Nutzung dieses Online-Trends? Und wie ist die Einschätzung der Zielgruppe zur Verwendung des Trends für die Markenkommunikation?

MTPanel Key Facts

Diese Fragen wurden bei unserem zweiten MTPanel von insgesamt 338 Mitgliedern aus ganz Deutschland beantwortet. Dabei stammte die Mehrheit der Befragten aus der Altersgruppe der 22-25 Jährigen. Im Kampf der Geschlechter verbuchten auch bei diesem Panel die Frauen mit 63 Prozent wieder einen Sieg. Hier nun die Ergebnisse:
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Als Erstes wollten wir wissen, was die MTP-Mitglieder vom Sprachtrend allgemein halten. Hierbei entschieden sich die „vong“-Gegner mit 41 Prozent für „Purer Horror“. Diejenigen, die den Hype als „witzigen Trend“ bewerteten konnten sich dagegen nur knapp von den Indifferenten mit 30 zu 28 Prozent durchsetzen. Auffallend ist hierbei, dass die separate Betrachtung der Geschlechter klare Unterschiede sichtbar macht: Das weibliche Geschlecht bewertete den Trend mit rund 5 Prozentpunkten schlechter, als die männlichen Befragten. Warum das so ist, können wir mit unseren kurzgehaltenen Fragen leider nicht beantworten. Aus den Ergebnissen wird aber trotzdem klar, dass der Online-Trend die Geister scheidet und er so keineswegs ein sicherer Garant für Werbeerfolge sein kann.

Aber wie bewerten die Studenten nun den Trend im Detail?
Im Durchschnitt beurteilten die Befragten die Internetsprache als eher inkompetent (MW:7,91) und eher egal (MW:3,24). Auch wenn die Mehrheit die Sprache als trendig bewerteten (MW: 7,57), machen diese Ergebnisse klar, dass unserer Mitgliedern dem Trend als eher skeptisch gegenüber stehen. Ein Unterschied zwischen den weiblichen und männlichen Befragten ist in diesem Fall kaum festzustellen.
 
Nun aber: Karten auf den Tisch! Wir wollten wissen, wer den Trend in den letzten vier Wochen selbst schon einmal verwendet hat. Dabei kommt es zu einer knappen Entscheidung. Mit einem leichten Vorsprung von 59 zu 41 Prozent setzen sich hier jedoch die Gegner des Trends durch. Diejenigen aber, die den Hype mitverfolgen, nutzen die Sprache zu 76 Prozent im sozialen Umfeld, also z.B. in Gesprächen mit Freunden. 60 Prozent dagegen nutzen ein „Halo i bims“ auch mal in der virtuellen Welt der sozialen Netzwerke. Die Absichten hinter der Verwendung bleiben allerdings unklar. Abschließend bleibt die Frage, wie unsere Befragten zur Verwendung des Trends durch Unternehmen stehen. Über die Hälfte der Befragten sind hierbei der Meinung, dass es nicht notwendig ist, dass Unternehmen solche Internetphänomene aufgreifen. Der männliche Anteil befürwortet die von Trends beeinflusste Markenkommunikation dabei wieder stärker als die befragten Frauen.
Entscheidend ist hierbei für uns besonders die Einschätzung der Studenten bezüglich der von den Unternehmen gewählten Plattformen: So stellt sie die Frage, welche Medien eignen sich laut der Zielgruppe besonders, um den Trend in der Markenkommunikation eines Unternehmens einfließen zu lassen? Die marketing-affinen Teilnehmer der Befragung sahen hierbei die sozialen Netzwerke Facebook, Instagram und Snapchat ganz vorne (20 Prozent). Die Wahl von Plakaten und anderen Out-of-Home-Medien bewerteten dagegen nur knapp 8 Prozent als ein geeignetes Medium, um den Trend aufzugreifen und die Zielgruppe passend zu erreichen. Komplett abgeschlagen am Ende des Rankings stehen außerdem Medien wie Fernsehen, Radio oder Zeitungen. Auf den letzten Platz verwiesen die Teilnehmer außerdem firmeneigene Unternehmenswebsite.
 

Und hier nochmal die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • 40 Prozent der Befragten halten „vong“, „i bims“ und dergleichen für einen absoluten Horror, wogegen 30 Prozent diesen Trend als witziges Phänomen einschätzen. 
  • Im Mittel bewerten die befragten Studierenden die Internetsprache als eher inkompetent (MW:7,91) und eher egal (MW:3,24), aber auch als trendig (MW: 7,57). 
  • Auffallend ist generell, dass das männliche Geschlecht den Internet-Trend durchweg positiver einschätzt, als die weiblichen Befragten. 
  • Mehr als die Hälfte der Befragten geben an, diese Internetsprache im letzten Monat nicht verwendet zu haben.  
  • Knapp 20% der Befragten bewerten Facebook, Instagram und Snapchat als geeignete Medien für die Nutzung solcher Trends, stehen aber allgemein der Verwendung durch Unternehmen als höchst kritisch gegenüber.
 
Deine Wissensbegierde rund um die Ergebnisse des zweiten MTPanels konnten noch nicht gestillt werden? Kein Problem – Schreib uns gerne deine Anregungen oder Fragen an content@mtp.org.
 
Lust auf mehr Infos zu aktuellen Marketingtrends? 
Perfekt! MTPanel gibt es jetzt jeden Monat während der Semesterzeit. Wir freuen uns schon auf die nächsten studentischen Insights Mitte Juli.
 

Autorin: Kathrin Endrös