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Alles über die Goethe Universität Frankfurt


Die Goethe Universität war zum Zeitpunkt ihrer Gründung im Jahre 1914 durch Franz Adickes und Wilhelm Merton ein Unikat. Denn in Frankfurt entstand eine rein aus privaten Mitteln finanzierte Universität, die erste Stiftungsuniversität Deutschlands. Dieses bürgerschaftliche Engagement brachte der Universität Frankfurt trotz der allgemein schwierigen politischen Verhältnisse Erfolg. Lehre und Unterricht waren modern organisiert. Neben traditionellen Fächern wurden auch neue und vorab praxisrelevante Disziplinen unterrichtet.

Die Personalverzeichnisse der Universität Frankfurt lesen sich vor 1933 wie ein „Who is Who“ der deutschen Gelehrtenwelt. Kurz nach Hitlers Machtergreifung vertrieben die Nationalsozialisten alle jüdischen und politisch unliebsamen Wissenschaftler und aus der weltoffenen und liberalen Frankfurter Universität war eine „gleichgeschaltete“ Hochschule geworden.


Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Wiederaufbau der zerstörten Gebäude fand die Goethe Universität (wie sie seit 1932 heisst) wieder ihren Platz in der deutschen Universitätslandschaft. Die Physiker und die Volks- und Betriebswirte knüpften an ihre große wissenschaftliche Tradition vor 1933 an und zogen damit Studenten in die Stadt.

Das hohe Niveau, das in Frankfurt wieder erreicht wurde, zeigt sich in der Zahl der Nobelpreisträger, die hier in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts studierten oder lehrten: die Physiker Hans Bethe, Gerd Binning und Horst Störmer, die Mediziner Günter Blobel, Christiane Nüsslein-Volhard, die Chemiker Paul Karrer und Hartmut Michel sowie der Wirtschaftswissenschaftler Reinhard Selten.

Heute zählt die Johann Wolfgang Goethe Universität zu den zehn größten Universitäten in Deutschland. Im Sommersemester 2009 waren an der Goethe-Universität über 34.000 Studenten eingeschrieben. Der Unterrichts- und Forschungsbetrieb konzentriert sich nicht auf einen Campus, sondern auf vier. Allen voran der 2003 bezogene Campus Westend. Hier befinden sich neben den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften seit 2008 auch die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.

Im Sommer 2009 setzte die Universität mit der Enthüllung des Kunstwerkes „T.O.L.E.R.A.N.C.E“ ein eindeutiges Zeichen: Frankfurt und die Universität sind offen für jeden Menschen und für jede Idee, ganz im Sinne der Gründer und dem Konzept der Stiftungsuniversität, die eine Bürgernähe postuliert.

Die Goethe Universität ist bereit...

Mehr Informationen unter: www.uni-frankfurt.de



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