Auch wenn man wirklich gut ist – etwas Demut schadet nicht

Interview mit dem Personalberater Philip Müller, PR Career Center

Herr Müller, „Karriere ist kein Zufall“ – das ist das Motto des von Ihnen gegründeten PR Career Centers. Doch kann man beruflichen Erfolg in der Marketing- und Kommunikationsbranche wirklich planen?

Es gibt ganz sicher keine Blaupause für die perfekte Karriere. Dafür sind die Zugangswege in die Branche, deren Angebote, Anforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten einfach zu vielfältig. Und zu einer steilen Karriere gehört auch eine Portion Glück dazu. Man kann seinem Glück aber durchaus auf die Sprünge helfen, nämlich durch eine geschickte Karriereplanung.

Wie sieht denn eine geschickte Karriereplanung aus?

Es gilt, die eigenen Bedürfnissen und Kompetenzen mit den Anforderungen und Möglichkeiten des Marktes in Einklang zu bringen. Wer weiß, was er kann und will und wo er findet, was er sucht – der hat gute Chancen auf beruflichen Erfolg.

Dabei sollte man ganz ehrlich zu sich selbst sein: Der Job ist gut bezahlt – aber will und kann ich ihn wirklich die nächsten Jahre machen? Oder auch andersherum: Das hört sich wie mein Traumjob an – aber kann ich von diesem Gehalt wirklich leben?

Sie bekommen als Personalvermittler täglich viele Lebensläufe auf den Tisch –  nach welchen Kriterien entscheiden Sie, wer für eine Stelle in Frage kommt?

Das kommt natürlich auf die Stelle an. Aber ganz allgemein gesprochen: Ein Kandidat oder eine Kandidatin muss nicht bereits alles gemacht haben, was im Stellenprofil verlangt wird. Und er muss auch nicht schon im Kindergarten bewiesen haben, dass er beispielsweise der geborene Marketingmensch ist. Aber der CV sollte schon darauf hindeuten, dass die Person die Kompetenzen hat, den Job gut zu erledigen. Sprich: Wenn Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen gefragt sind, dann freuen wir uns natürlich über Kandidaten mit Auslandserfahrung. Wenn es hingegen um eine Texterstelle geht, schauen wir eher nach Leuten, die journalistische Erfahrung mitbringen.

Klar ist aber auch: Der CV ist nur die halbe Miete. Ob ein Kandidat tatsächlich für einen Job geeignet ist, wissen wir frühestens nach einem persönlichen Telefonat und der intensiven Prüfung weiterer Unterlagen.

Brauchen Arbeitgeber und Arbeitnehmer Sie tatsächlich? Können die das nicht unter sich ausmachen?

Die Sache ist ja: Ein Kandidat kann noch so gut auf eine Stelle passen – wenn er nichts von der Vakanz weiß, nützt ihm das wenig. Und Arbeitgeber können und wollen auch nicht einfach bei der Konkurrenz mal schnell einen Mitarbeiter abwerben. Das Schalten von Stellenanzeigen hilft hier nur begrenzt weiter, hier geht man leicht in der Masse unter. Das gilt auch für Kandidaten, die sich auf eine Stellenanzeige melden – es kommt durchaus vor, dass an sich passende Kandidaten in der Flut der Bewerbungen übersehen werden.

Hier kommen wir ins Spiel. Arbeitgeber profitieren davon, dass wir wissen, wer was kann und wer wann wechseln will. Wir prüfen genau, wer auf eine Stelle passt und sprechen nur handverlesene Empfehlungen aus. Das kommt natürlich den Kandidaten zugute – wer von uns empfohlen wird, erhält in der Regel auch die Chance, sich persönlich beim Arbeitgeber vorzustellen.

Welche Fehler sollte man auf keinen Fall machen, wenn man an einem Job wirklich interessiert ist?

Sich und anderen etwas vorzumachen ist ganz sicher keine gute Idee. Man kann sich nicht dauerhaft aufblasen. Das ist viel zu anstrengend und fällt im Arbeitsalltag irgendwann auf. Gerade Einsteiger sollten zwar selbstbewusst auf ihre Stärken hinweisen, aber nicht so vermessen sein zu denken und zu behaupten, sie könnten bereits alles. Das ist zum Berufseinstieg einfach unrealistisch und das wird auch kein vernünftiger Arbeitgeber erwarten. Viele Personaler können die typischen Vertreter der „Generation Y“ nicht mehr sehen – wer frisch von der Uni kommt und auftritt, als hätte er schon 15 Jahre Berufserfahrung, tut sich keinen Gefallen. Man sollte nicht nur fordern. Es geht als Bewerber immer auch noch darum, dem Unternehmen etwas anzubieten – etwas gesunde Demut schadet hier sicher nicht.

Zum Abschluss: Wie kann man sich als Kandidat bei Ihnen auf den Radar bringen?

Eine gute Möglichkeit bietet der Job-Alert auf unserem Karriereportal www.pr-career-center.com. Hier können Wechselwillige eintragen, was sie momentan tun und wo sie hinwollen. Wer sich mit seinen Kompetenzen und Vorstellungen nicht in der Eingabemaske wiederfindet, der kann uns auch direkt eine E-Mail mit seinem CV an bewerbung@pr-career-center.com schicken.

Zur Person und zum Unternehmen

[[{„type“:“media“,“view_mode“:“media_large“,“fid“:“285″,“attributes“:{„class“:“media-image alignleft size-medium wp-image-1178″,“typeof“:“foaf:Image“,“style“:““,“width“:“300″,“height“:“200″,“alt“:““}}]]

Philip Müller ist Geschäftsführer des PR Career Centers in Düsseldorf. Das PR Career Center (www.pr-career-center.com) unterstützt Ein- und Aufsteiger in der Marketing- und Kommunikationsbranche bei ihrer beruflichen Weichenstellung. Als Drehscheibe bringt es High Potentials und Young Professionals mit renommierten Experten aus Agenturen und Unternehmen zusammen, etwa auf dem Karrierekongress „Sommer Symposium“. Die Jobvermittlung des PR Career Centers sorgt dafür, dass Ein- und Aufsteiger genau den Arbeitsplatz finden, der zu ihnen passt.

, , ,
Vorheriger Beitrag
Unterstützt durch Produktplatzierungen
Nächster Beitrag
Irgendwas mit Marketing I

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü