Mit Witz und Prominenz zum “Umparken im Kopf” bewegen?

Von Alma Sejdovic

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Opel hatte in der Vergangenheit durchaus mit einigen Vorurteilen zu kämpfen. Nun hat der Rüsselsheimer Autoherstellers den Mut gefasst, sich mit diesen Vorurteilen auseinanderzusetzten und rief eine neue Werbekampagne ins Leben. Eine Zeit lang schien es so, als ob “Umparken im Kopf” geradezu überall präsent ist. Sei es auf Plakaten wie diesem …

… oder in Werbespots mit deutschen Schauspielern wie Nadja Uhl, die in ihrem Beruf mit vielen Vorurteilen und der Stigmatisierung ihrer Person zu kämpfen hat.  Doch was ist tatsächlich dran? Offenkundig versucht das Tochterunternehmen von GM, mit seinem Ruf von Vorgestern aufzuräumen, die Marke Opel neu zu positionieren und “Barrieren im Kopf” nieder zu reißen. Opels Verkaufszahlen sanken mit den Jahren immer weiter in den Keller. Es war wie ein Teufelskreis: Auf schlechte Verkaufszahlen folgte ein schlechtes Image. Daraus resultierten Einbußen in den Verkaufszahlen. So begann eine Abwärtsspirale für Opel. In solch einer Position fällt es nicht leicht, sich selbst zu reflektieren und seine Schwächen zu erkennen. Das Ganze dann auch noch nach außen zu tragen – so viel Schneid hätte man Opel nicht zugetraut. Doch schauen wir erst mal kurz hinter die Kulissen.

Wer steckt hinter der neuen Werbeidee?

Tina Müller, Marketingchefin von Opel und die Agentur Scholz & Friends, mit der Opel seit 2010 zusammenarbeitet, haben eben mal so das Image des Rüsselsheimer Autoherstellers komplett verändert. Moment, eine Frau hat sich diese Idee ausgedacht? Was versteht eine Frau von der Autoindustrie? Tina Müller, die letztes Jahr erst von Henkel zu Opel wechselte? Vielleicht war es genau dieses Fünkchen weibliche Intuition, die dem Autobauer noch fehlte. Die Sichtweise einer Frau.

Frauen kennen sich mit Vorurteilen nur allzu gut aus. Ganz ehrlich, wir erleben es tagtäglich selbst. Oft lassen wir uns von dem äußeren Schein trügen, eher wir hinterher erkennen müssen, dass wir wohlmöglich nicht so ganz richtig lagen mit unserem ersten Eindruck. Jeder unterliegt einer gewissen Stigmatisierung aufgrund von Haarfarbe, Alter oder Geschlecht. Auch als Student wird man ständig mit Vorurteilen konfrontiert. Mittelmäßiger Notendurchschnitt, hat 2 Semester über Regelstudienzeit abgeschlossen und schon wird man in eine Schublade mit tausend anderen Studenten geschoben. Sind wir wirklich so denkfaul geworden, dass wir versuchen jede Begebenheit in bestimmte Schubladen zu stecken? Ja nicht zu viel Zeit mit Suchen verschwenden. Schublade auf, Information scannen, Schublade wieder zu. Zugegeben, eine lose Blattwirtschaft erfordert einen höheren Suchaufwand, aber vielleicht stolpern wir auf der Suche nach der eigentlichen Information über 10 weitere Seiten, die unsere Sichtweise bis dahin schon wieder komplett verändert hat.

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Und schon ist eine Diskussion über dieses Thema entflammt. Vorurteilfreies Denken verbreitet sich nun wie ein Lauffeuer. Aber irgendwie fehlt da was. Opel ist noch eine Antwort auf das Ganze schuldig. Sie haben nun aufgezeigt, wie man auf den ersten Eindruck falsch liegen kann. Was verbirgt sich jedoch auf den zweiten Blick? Wird Opel nun umweltbewusster und plant den Start einer neuen, ökologischeren Autoreihe? Hat Opel das Employer Branding für sich entdeckt und will sich als attraktiver Arbeitgeber präsentieren?

Da muss mehr her Frau Müller!

Im April folgt die zweite Phase der neuen Werbekampagne und wir sind gespannt auf die Weiterentwicklung der sehr vielversprechenden neuen Idee von Müller und Scholz & Friends.

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 Über die Autorin:

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Alma Sejdovic (Gießen)

Alma Sejdovic studiert seit dem Wintersemester 2012 Wirtschaftswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Seit dem Beginn ihres Studiums engagiert sie sich bei der studentischen Marketinginitiative MTP und entdeckte den Mehrwert als Medium, um einen kritischen Blick hinter die Kulissen des Marketings zu werfen. Sie sieht den Mehrwert als Sprachrohr für Studenten, der viele Dinge hinterfragt, sie nicht als gegeben hinnimmt. Diese Denkweise will sie auch ihren Lesern näherbringen.

 

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