Wenn ein Start-Up erwachsen wird…

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Gut zweieinhalb Jahre nach dem Launch stellt Skoobe, die erste e-Book-Flatrate in Deutschland, ein neues Branding vor. Ein neues Logo, eine komplett neue Bildsprache, neue Schriften, etc. Aufgrund der detaillierten Änderungen fragt sich der eine oder andere Marketingexperte zurecht: Ist es sinnvoll, einen Markenauftritt so kurz nach dem Produktlaunch so intensiv zu überarbeiten? Die Entscheidung ist auch Skoobe nicht leicht gefallen. Das Start-up hatte jedoch gute Gründe. Es folgt ein Blick hinter die Kulissen: 

Skoobe geht an den Start

München, 29. Februar 2012. Das Thema e-Reading ist noch brandneu in Deutschland und Amazon ist gerade einmal zehn Monate mit einem deutschen e-Book-Angebot auf dem Markt vertreten. Nach der heißen Gründungs- und Betaphase veröffentlicht Skoobe die erste offizielle Lese-App der e-Book-Flatrate für iOS. Neun Mitarbeiter sind derzeit an Bord. Skoobe bietet mehr als 10.000 e-Books und ist für nur 9,99 Euro im Monat erhältlich. Die Entwicklungsarbeit hat viel Zeit und Mühe in Anspruch genommen und die Skoobe-Lese-App bietet zum Launch ein solides Leseerlebnis. Die Website fokussiert sich darauf, bestmöglich zu erklären, was grundsätzlich unter dem Begriff „e-Reading“zu verstehen ist und welche Vorteile eine digitale Bibliothek bietet. In der gesamten Kommunikation stehen die technischen Details und Features im Vordergrund. Fast nebenbei entsteht ein Maskottchen: Eine Büchereule, ein Bücherengel oder eine Bücherfliege – was es wirklich darstellen soll, weiß man nicht so genau. Alle sind sich jedoch einig: Es ist goldig und ansprechend – und das ist gut so. Man einigt sich intern auf den Arbeitstitel „Büchervieh” und verwendet das Maskottchen als App-Icon und hier und da auch als Logo.

Das ehemalige App-Icon mit dem Büchervieh

 

Digitales Lesen ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen

Herbst 2013. Skoobe gibt es inzwischen auch als App für Android und für den KindleFire. Mehr als 30.000 Bücher stehen Skoobe-Kunden zur Auswahl. Das Thema e-Reading hat sich in Deutschland etabliert. Buchliebhaber wissen, dass sie auf viele Arten lesen können. Digital oder auf Papier, online oder offline. Auf das Lesen selbst und vor allem auf eine vielfältige Auswahl spannender Bücher kommt es an. Das Team von Skoobe realisiert: Lesen ist ein sehr emotionales Thema, auch im Rahmen einer technischen Umgebung oder innerhalb einer digitalen Flatrate. Es ist Zeit für eine Neuausrichtung in der Kommunikation. Die soll einheitlich werden – schließlich sind über die Jahre auf der Website und den Apps einige Insellösungen entstanden. Und sie soll emotional sein – so emotional wie das Lesen selbst.

Das inzwischen 14-köpfige Skoobe-Team beginnt, sich mit dem Wandel zu befassen. Entwickler, Designer, Literaturwissenschaftler, Vertriebs- und Marketingfachleute arbeiten zusammen an der Neugestaltung von Skoobe. Wie das Maskottchen, bzw. das Logo mit den erarbeiteten Brandpillars in Zusammenhang gebracht werden kann, ist unklar. Am Ende einer langen Diskussion steht fest, dass auch das Büchervieh einer Überarbeitung bedarf und dass die Website vor allem zeigen soll, wie hochwertig und umfangreich der Skoobe-Buchkatalog ist. Skoobe entschließt sich dazu, externe Unterstützung an Bord zu holen. Agenturen werden ausgewählt, es wird gepitcht und dann folgen die Enttäuschung und das Gefühl, nicht verstanden zu werden. Schließlich nimmt das Team die Aufgabe selbst in die Hand.  

Constance Landsberg (CEO) und Henning Peters (CTO) vor dem alten Skoobe-Logo Schriftzug

 

 Auf dem Weg zum Relaunch

15 Juli 2014. Die intensive Arbeit und die vielen Diskussionen im Team haben sich gelohnt. Skoobe stellt ein neues Logo sowie die Website www.skoobe.de im neuen Look vor. Das neue Logo steht für eine Bücherblume, also für ein aufgeschlagenes Buch dessen Seiten sich aufblättern. Die farbigen Blütenblätter stehen für Skoobes literarische Vielfalt und für die Markenwerte Qualität, Inspiration und Unterhaltung. Die frisch überarbeitete Website verwendet eine emotionale und freundliche Bildsprache und ein klares Schriftbild. Kunden finden darauf ausführliche Informationen zum Buchangebot sowie einen direkten Einstieg in die Buchkategorien Belletristik, Sachbuch, Ratgeber sowie Kinder & Jugend. Kunden können im digitalen Bücherkatalog in mehr als 300 Unterkategorien stöbern. Durch „Empfehlungen des Skoobe-Teams” erhalten Leser Anregungen um neue Bücher zu entdecken. Das neue Branding trägt nun der positiven Entwicklungen der letzten Jahre Rechnung. Das Team, Skoobe und das Thema e-Reading sind erwachsen geworden – das spiegelt sich im Design wieder. 

Und was sagen die Kunden?

Das Feedback der Kunden ist positiv. Die klare und übersichtliche Darstellung des Angebots begrüßen viele. Begeisterung löst vor allem der umfangreiche Buchkatalog auf der Website aus. Während Kunden früher erst nach der Installation der App sehen konnten, wie umfangreich das Angebot ist, ist die Orientierung auf der Website ganz einfach. Das erste richtige Logo wird von den meisten Kunden positiv aufgenommen. Was nie als Logo geplant war, haben langjährige Skoobe-Leseratten als eines wahrgenommen und lieb gewonnen.

Auch wenn der Schritt zum neuen Logo nicht einfach war, er war notwendig. Skoobe hat große Pläne und steht erst am Anfang einer spannenden Entwicklung. Nachdem schwierige Entscheidungen nicht einfacher werden, je länger man sie hinaus schiebt, ist Skoobe froh, diesen Schritt gemacht zu haben und mit dem neuen Branding und der neuen Website auf den nächsten großen Meilenstein hinzuarbeiten.

 

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