Der Größte, der Schönste, der Beste?

Mercedes beansprucht in München eindeutig den Titel „Der Beste“ beim Thema Adventskalender.

70 Meter lang, 20 Meter hoch: Diese Abmessungen klingen mehr nach Werkshalle als nach Kalender. Unter dem Motto „Der wertvollste Automobile Adventskalender“ schmückt Mercedes-Benz zum 16. Mal in Folge die bayerische Landeshauptstadt in der Vorweihnachtszeit.

Jeden Tag glänzt Ihnen und tausenden anderen Motoristen ein anderer Mercedes nahe der Donnersbergerbrücke entgegen. Ähnlich den christlichen Abbildern in ursprünglichen Kalendern, sprechen die Mercedes-Inhalte vor allem visuell an. Dass dadurch eine besondere Begehrlichkeit für die Fahrzeuge mit dem Stern geweckt werden soll, ist sicher kein Zufall. Darüber hinaus lässt das Öffnen der Türchen Erinnerungen an die schönste Zeit der Kindheit neu aufleben. Diese positiven Emotionen versucht Daimler auf seine Produkte zu projizieren. Dazu wünscht sich Mercedes die Etablierung eines „Coolness“-Faktors in der Gesellschaft, welcher ihrem Ziel der Verjüngung ihrer Kundschaft hilfreich unter die Arme greifen würde.

Der traditionsreiche Automobilhersteller scheut hierbei keine Mühen und füttert den Kalender mit Fahrzeugen aus bekannten und noch unbekannten Epochen. So ist für jeden Geschmack etwas dabei, vom Flügeltürer aus den 50ern bis zur autonom fahrenden Design-Skulptur. Der beinahe inflationäre Fokus auf das Design zieht sich nicht nur durch die Oldtimer und Studien sondern auch durch die entsprechende Pressemitteilung. Für all die, die nicht täglich an der Arnulfstraße vorbeikommen, postet Mercedes fleißig auf Instagram und Facebook über die funkelnden Inhalte des Kalenders.

Somit erreichen sie die breite Gesellschaft. Natürlich ist die Wahl des Standorts München für eine solche Aktion nicht willkürlich geschehen. Ob das höhere Durchschnittseinkommen dabei eine Rolle gespielt hat, kann nur vermutet werden.

Am Ende des Tages spricht der riesige Adventskalender eine breite Masse positiv an und sogar die Landeshauptstadt findet Gefallen an der künstlerischen Aktion des schwäbischen Konzerns.

Autoren:

Alexander Premm

GS München

Moritz Rocker

GS München
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