Die KfW Bankengruppe -zwischen Wiederaufbau und Cappuccino

Die KfW, eine Bankengruppe, die auf den Trümmern des zweiten Weltkriegs entstanden und heute eine der führenden Förderbanken ist. Eine Bankgruppe, die effektiv mit ihren Kunden Cappuccino trinkt und Menschen fördert, die weiterdenken, um alle anderen weiterzubringen.

Was definiert die KfW zu einer der führenden Förderbanken der Welt und was bitte hat Cappuccino damit zu tun? Der folgende Text geht diesen Fragen auf den Grund und gibt einen Überblick über die Tätigkeiten der KfW Bankengruppe.

Die KfW Bankengruppe, damals nur KfW – Kreditanstalt für Wiederaufbau – gründete sich 1948 nach dem  Ende des zweiten Weltkrieges. Zum Aufbau eines demokratischen Staates benötigten die Alliierten eine zentrale Institution, wie die KfW, welche sich zunächste mit den Mitteln des Marshallplans dieser Aufgabe annehmen konnte.

Die KfW verfolgt bis heute dabei das Hausbankprinzip und erteilt als Förderbank, im Auftrag von Bund und Ländern, langfristige Kredite, Zuschüsse und Darlehen, wobei ihre Kunden Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sein können.

Heute kann die KfW Bankengruppe auf ein 70 jähriges Bestehen an der Seite Deutschlands zurückblicken und ist dabei mit der Geschichte Deutschlands eng verknüpft. Mit zinsgünstigen Krediten für den Wohnungsaufbau und der Energieversorgung in Deutschland hatte die KfW ihren Anfang und baute ihr Geschäftsfeld schon 1953 mit Exportfinanzierungen und mit der Verlagerung auf die verarbeitende Industrie, dem Handel und Handwerk aus.

In den 1960er Jahren war es dann soweit und die KfW wurde international aktiv. Im Auftrag der Bundesregierung fördert sie Entwicklungsländer und sichert damit die Internationalisierung. Zusammen mit den heutigen Tochtergesellschaften, der DEG (Deutsche Investition und Entwicklungsgesellschaft) und der IPEX- Bank, bietet die KfW langfristige Finanzierungen, Förderprogramme und Beratung an 80 Standorten weltweit. Beispielweise betreut die KfW Bankengruppe seit 2015 in 28 Ländern 117 Projekte mit direkten Flüchtlingsbezug und trägt zur Bekämpfung der Fluchtursachen im Ausland bei.

Ein weiteres wichtiges Projekt der KfW ist das M-Programm, welches ein eigenes Förderprogramm für den Mittelstand bezeichnet und Kredite an Kleinunternehmen zu den Finanzkonditionen von Großunternehmen vergibt. Dies verhalf vielen mittelständischen Unternehmen während der Wirtschaftskrise in den 70er Jahren und danach zu einer fairen Chancengleichheit. Seit dem ist der Mittelstand die wichtigste Zielgruppe der KfW und wird bis heute intensiv gefördert.

Demzufolge hat die KfW in der Wirtschaftskrise 2008, trotz hoher eigener Verluste, durch ein Sonderprogramm 1,2 Mio. Arbeitsplätze sichern können.

 

Frei nach dem Motto „Nur weil ein Mann noch keine Kinder hat, heißt es noch lange nicht, dass er impotent ist.“ setzt die KfW innovativ Ideen um und wächst dementsprechend stetig. Schon 1949 war die KfW Bankengruppe die erste Bank, die auf dem jungen deutschen Kapitalmarkt, Anleihen platzierte und erst 2018 gründete sie eine neue Tochtergesellschaft, welche Start-Ups und Gründer unterstützte.

Des Weiteren ist die Bankengruppe die größte Umweltbank weltweit, einer der wichtigsten Förderer erneuerbarer Energien und gleichzeitig hilft sie den Entwicklungsländern mit den Auswirkungen des Klimawandels zurecht zu kommen. Darüber hinaus gründete sich 2013 die KfW Stiftung, die sich unabhängig von den Erträgen der Bank, um soziales Engagement, verantwortliches Unternehmertum, Umwelt, Klima, Kunst und Kultur kümmert.

Das nächste interessante Projekt startete nach der deutschen Wiedervereinigung, die die KfW mit dem Aufbau der neuen Bundesländer unterstützte, als in den 2000ern der Ruf nach besserer Bildung aufkam. Dies veranlasste die Bankengruppe dazu seit 2006 als Vorreiter Studienkredite zu vergeben und Studenten zu fördern.

Der Cappuccino Effekt

Doch nun endlich zum Cappuccino oder besser gesagt zum Cappuccino Effekt: Die KfW hat keine eigenen Filialen und wer einen Kredit oder ähnliches beantragen will, geht zu seiner Hausbank in der Nähe und lässt sich dort beraten. Die Unterlagen werden von der lokalen Bank zur KfW geschickt und diese vergibt nun, sofern berechtigt, die Förderzusage. Die Innovation, welche 2013 erfolgte, besagt, dass der Kunde und der Bankberater dieselbe Website zur Verfügung haben und nach der Beratung es nur einen „Cappuccino trinken“ lang dauert bis die Förderzusage der KfW erfolgt.

Abschließend lässt sich sagen, dass die KfW Bankengruppe verschiedene Bereiche in einer Reihe von Projekten fördert, indem sie Strukturveränderungen begleitet, um somit die Zukunft mitgestalten zu können und dies angepasst an die vorherrschenden Bedürfnisse der Zeit.

Jenny Jörges

Außerordentliches Mitglied
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