Coca-Cola Energy und was dahintersteckt | MTP e.V.

Als Getränkeproduzent muss man sich in der heutigen Zeit immer wieder die Frage stellen wie man konkurrenzfähig bleibt, weil immer weniger Softdrinks verkauft werden. Deshalb führte Coca-Cola letztes Jahr 16 neue Getränke in Deutschland ein. Am besten kam dabei der Eistee „Fuze Tea“ an. Für dieses Jahr dringt Coca-Cola in den Energy-Drink-Markt ein, da jener über die letzten Jahre fortführend ein Plus an Verkäufen verzeichnen kann.

Warum ein Energy Drink?

Im zweiten Quartal dieses Jahres hat Coca-Cola seinen ersten Energy Drink, auch in Deutschland, unter der eigenen Marke herausgebracht. Mit Coca-Cola Energy vereint der Hersteller seinen Markennamen, sein Logo und seinen Geschmack in dem neuen Produkt. Coca-Colas Absicht dahinter ist die Marke und auch den Hersteller hinter dem Produkt für den Konsumenten sichtbarer zu machen und damit die Stärke und Bekanntheit der Marke zu nutzen, um sich einen Vorteil im Markt der Energy Drinks zu sichern. Mit dieser Vorgehensweise erhofft sich Coca-Cola aber auch einen Vorteil bei der Vermarktung der Produkte über einflussreiche Online-Händler wie zum Beispiel Amazon. Wenn man hier eine Suche nach „Energy Drink“ oder sogar „Red Bull“ startet, wird man eine Werbeanzeige von Coca-Cola Energy über den Suchergebnissen erhalten. Laut dem Marketing-Chef Javier Meza ist es das Ziel neue Marken zu erschaffen, um attraktiv zu bleiben, denn nur dann wird man auch bei den Online-Händlern, welche großen Einfluss auf den Erfolg und den Absatz eines Artikels haben, relevant bleiben.

Für wen ist das Produkt?

Das Produkt soll, wie von Coca-Cola angegeben, eine Zielgruppe im Alter zwischen 18 und 35 Jahren ansprechen. Um dies zu erreichen, wirbt Coca-Cola für das Produkt vor allem in Kinos, Bahnhöfen, digitalen Medien und an Universitäten. Was den Kern der Marke angeht, so ist das Produkt auch in einer „light“-Version ohne Zucker zu erhalten, was typisch für den Hersteller ist, denn auch in Zukunft erhofft sich Coca-Cola verstärkt Gewinn durch Light-Getränke erzielen zu können. Vor allem im europäischen Raum, wo im Vergleich zu den zuckerhaltigen Getränken rund das doppelte in Werbung für zuckerlose Getränke investiert wird.

Was verrät uns die Werbung?

In dem Werbespot für den Energy Drink sieht man das klassische Design mit den Farben rot und schwarz, jedoch wird auf ein anderes Muster gesetzt.

Zudem wird die positive Energie angesprochen, anstelle den Fokus auf das koffeinhaltige Getränk zu beschränken.

Nur kontrovers oder steckt doch mehr dahinter?

Allerdings ist dies nicht das erste Mal, dass Coca-Cola versucht hat, einen Energy Drink auf den Markt zu bringen. Bereits 2014 hat der Hersteller unter anderem den Energy Drink “Relentless” eingeführt, der sich aber als nicht lukrativ herausgestellt hat. Daher sind sie noch im selben Jahr eine Partnerschaft mit Monster Beverage Corporation eingegangen.

Die Partnerschaft beinhaltete für Coca-Cola, zu dem Zeitpunkt, einen Anteil von 16,7 % an der Monster Beverage Corporation und die Vertriebsrechte für Monster sowie die Rechte an deren Nicht-Energy-Drinks. Monster Beverage Corporation erhielt im Gegenzug 2,15 Milliarden Dollar und alle Rechte für Coca-Colas Energy-Drink-Sparte.

Allerdings bringt der Vertrag mit sich, dass Coca-Cola nicht als Konkurrent zu Monster auftreten darf, was für das neue Coca-Cola Energy zu einem Problem werden könnte.

Dies umging aber Coca-Cola mit der Definition ihrer Zielgruppe – Coca-Cola Energy 18 – 35 Jahre / Monster 16 – 26 Jahre – dadurch fungiert der Cola-Drink als Ersatzprodukt. Anstatt Taurin wirbt Coca-Cola mit dem gesünderen Guarana und zusätzlichen Vitaminen. Zudem soll auch mit dem traditionellen Cola-Geschmack, statt des gummibärchenartigen Geschmacks der Konkurrenten, eine ältere Zielgruppe angesprochen werden. Somit konnte ein breitere Zielgruppe gerechtfertigt werden.

Ob Coca-Cola Energy auf dem internationalen Markt ankommt, wird sich 2020 zeigen – bis dann ist die Veröffentlichung des Produktes, auch in anderen Ländern außerhalb der USA, geplant.

Autor:

Jannis Vogel

GS Gießen
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