Food Bowls – Von der Schüssel zum Marketingtraum | MTP e.V.

Seit den 1970er Jahren ist die Idee der Clean-Eating-Bewegung, einer gesunden Reaktion auf das amerikanische Fast Food, nicht mehr weg zu denken. Sich bewusst zu ernähren wird immer wichtiger und ist für Food-Marketing ein relevanter Bestandteil geworden.

Seit einiger Zeit reiht sich nun ein neuer Trend in das Clean-Eating-Konzept ein: die Food-bowls.

Ob Buddha-, Pokè- oder Acaí-bowl,  die Idee, verschiedene Lebensmittel hübsch in einer Schale zu servieren dominiert aktuell den internationalen Geschmack. Dabei handelt es sich nicht mal um eine besonders neue Innovation, ganz im Gegenteil: Wahrscheinlich könnte man die Erfindung von Schüsselgerichten bis zu den ersten Menschen, die natürliche schalenförmige Objekte nutzten, zurückverfolgen.

Wie kommt es also dazu, dass Food Bowls gerade jetzt eine so hohe Aufmerksamkeit erhalten und zum Marketingschlager werden?  

Die Antwort darauf ist leicht: sie vereinen verschiedenste Trends und gelten als Alleskönner. Bowls werden nicht nur aus hochwertigen Produkten  zusammengestellt, sondern sind auch sehr vielfältig. Egal ob süß, herzhaft, proteinreich oder vegan, es gibt immer ein passendes Bowl-Rezept, sodass für jeden etwas dabei ist.   Zudem werden unverarbeitete Lebensmittel und Superfoods verwendet, wodurch die Bowls perfekt in eine gesunde und ausgewogene Ernährung passen.

Als wäre das nicht genug, sind Bowls auch noch praktisch und in Zeiten, in welchen die Gastronomie geschlossen ist, entwickeln sie sich zur perfekten „To-Go-Mahlzeit“.

Und wie vermarkten sie sich?

Mit diesen Eigenschaften sprechen Bowls vor allem ein junges und bewusstes Publikum an. Ein Publikum, dass immer mehr durch soziale Medien geprägt ist und genau hier setzt der Marketingtraum der Bowls an.

Mit ihrem tollen Aussehen bieten sie ein beliebtes Fotomotiv, sodass kaum eine Mahlzeit vergeht, bei welcher nicht jemand seine Bowl mit der Öffentlichkeit teilt.

Allgemein stellen Essen und Trinken einen sehr großen Teil der Social-Media-Inhalte dar. Hashtags, wie beispielsweise #food, #foodlover oder #foodporn gehören zu den beliebtesten auf Instagram.Im Rahmen der immer bewusster werdenden Ernährung haben auch Hashtags wie #healhyfood, #healthylifestyle oder #healthyeating an Bedeutung gewonnen. Gerade Fittnessblogger und Lifestyleinfluencer nutzen die Kombination aus Bildern von gesunden Mahlzeiten und diesen Hashtags für reichweitenstarke Beiträge. Hierfür bieten sich Bowls besonders an.

Ein Musterbeispiel ist hier das 2017 gegründete Münsteraner Unternehmen Gustav Grün, welches faire und gesunde Lebensmittel in einem Wrap oder einer Box (Bowl) verkauft und mit inzwischen fünf Standpunkten sehr erfolgreich ist.

Bowls als Ankurbelung für das eigene Marketing

Mittlerweile wollen auch Lebensmittelanbieter aus anderen Bereichen den Trend für sich nutzen. So hat zum Beispiel der Tiefkühlwarenanbieter Frosta die beliebten Bowls in sein Konzept mit aufgenommen, um die eigene Marke attraktiver zu machen.

Mit Tim Mälzer hatte das Unternehmen ein zehntägiges Event geplant, bei welchem in einem Hamburger Popup-Store verschiedene Bowl Kreationen aus Tiefkühlkost serviert wurden. Alle Rezepte können über die Frosta Website weiterhin ausprobiert werden.

Viele weitere Lebensmittelhersteller und Gastronomen sind auch schon auf den Zug aufgesprungen und bieten die Schüsselgerichte in verschiedensten Variationen an, sodass Bowl Fans überall bedient werden können.

Eins ist jedenfalls klar, Food-Bowls lassen immer neue Kreationen zu und werden nicht so schnell langweilig. Sie werden uns also noch eine Weile begleiten!

Autorin:

Jule Schepers

GS Münster
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