Marketing für Heimtierbedarf

Zum Fressen gern?!

Menschen verzeichnen ein immer stärkeres Bewusstsein für die eigene Gesundheit, Bewegung und die Vielfältigkeit im Essen. Immer mehr beobachtet man Menschen in Supermärkten, die einzelne Zutaten auf den Produkten kritisch hinterfragen.

Tier oder Kind?

Aber halt – es geht hier nicht ausschließlich um die Nahrungsmittel für den menschlichen Verzehr, sondern mehr für die Familienmitglieder, womit keine Kinder gemeint sind. Die Heimtiere wie Hunde und Katzen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Katze ist das häufigste und der Hund das älteste Heimtier.

Yoga oder doch eher Doga?!

Der Mensch überträgt nach und nach seine Ernährungserfahrungen auf sein Tier. Was dem Herrchen schmeckt und womit der Mensch Genuss verbindet, das will er auch seinem Tier ermöglichen. „Der Halter sucht Produkte, die das Tier in der Lebenswelt des Menschen abbilden“, so der Marketingchef von Vitakraft aus Bremen. Somit bildet der Hund eine Sonderstellung, da er als starkes Vorzeigeobjekt für Markenprodukte sowie diesen Lifestyle dient und einer stetigen Vermenschlichung unterliegt. Es entstehen weiterhin immer mehr spezialisierte Teilgebiete für den Tierbedarf, wie zum Beispiel Schönheitschirurgien für Hunde oder DOGA, was Yoga für Mensch und Tier versinnbildlicht.

Futter, Futter, Futter

Das impliziert, dass Heimtiere biografische Akteure sind, die wie Menschen Lebensphasen durchleben und oft auch einen Kinderersatz darstellen. So bekommt ein junger Hund andere Nahrung und anderes Zubehör als ein kastrierter/sterilisierter oder sogar kranker Hund. Um ein Beispiel zu nennen, werden Produkte aus der Produktpalette von der Marke Fressnapf vorgestellt: getreidefreies, kaltgepresstes Futter, Hundefutter mit hohem Fleischanteil, Diätfutter, glutenfreies, hypoallergenes Hundefutter, Premiumfutter, Frostfutter und Welpenfutter. Auch neue Ernährungs- oder Fütterungsformen werden auf dem Markt vorgestellt. BARF-Menüs zeichnen sich beispielsweise durch das individuelle Mischen von Fleisch, Obst, Gemüse, Flocken aus – exakt abgestimmt auf die Bedürfnisse des Tieres.

Mit diesen Umfeldfaktoren und Trends, die sich in den kommenden Jahren verstärken werden, müssen sehr vorsichtig umgegangen werden. Umso stärker Tiere vermenschlicht werden, desto schneller kann es zu Beeinträchtigungen kommen, die mit gewollter Tierquälerei gleichzusetzen sind.

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Autoren:

Maria Feske

GS Erfurt

Theresa Fischer

GS Erfurt

Thorben Waller

GS Erfurt

Quellen: 

(1) Almo Nature Deutschland GmbH (oJ): Ist deine Katze anhänglich? Sechs Zeichen, an denen du ihre Liebe erkennst, URL: https://www.almonature.com/de/blog/ist-deine-katze-anhanglich-sechs-zeichen-an-denen-du-ihre-liebe-erkennst-2/, letzter Zugriff: 14.11.2018

(2) Content Fleet GmbH (oJ): Bindung zum Hund stärken: So liebt er Sie noch mehr, URL: http://www.einfachtierisch.de/hunde/hundeerziehung/bindung-zum-hund-staerken-so-liebt-er-sie-noch-mehr-id103433/, letzter Zugriff: 14.11.2018

(3) PETMEDIA Verlagsgesellschaft m.b.H. (2017): Beste Freunde – So klappt’s mit der Mensch-Hund-Beziehung, URL: https://www.wuff.eu/wp/beste-freunde-klappts-mit-der-mensch-hund-beziehung/, letzter Zugriff: 14.11.2018

(4) Simeonov, M. (2014): Die Beziehung zwischen Mensch und Heimtier, Wiesbaden 2014

(5) MEEDIA GmbH & Co. KG (2018): absatzwirtschaft 2012 – Tierische Geschäfte Teure Tiere – Animalischer Konsum fürs liebe Vieh

(6) Fressnapf Tiernahrungs GmbH (2018): Hundefutter und Hundenahrung, URL: https://www.fressnapf.de/c/hund/fuettern/, letzter Zugriff: 17.11.2018

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